Taifun "Lingling" forderte mindestens 20 Tote in Vietnam

13. November 2001, 12:15
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Tausende Häuser zerstört

Hanoi - Der Tropensturm "Lingling" hat in Vietnam sein Zerstörungswerk fortgesetzt und mindestens 20 Menschen in den Tod gerissen und über 80 verletzt. Mehr als 2600 Häuser seien von Überschwemmungen weggespült, hunderte Fischerboote in der aufgepeitschten See versenkt worden, teilten die Katastrophenschutz- Behörden am Dienstag mit. Windgeschwindigkeiten von rund 130 Kilometern pro Stunde hätten in der Mitte des Landes tausende Bäume entwurzelt. "Lingling" habe sich inzwischen abgeschwächt und sei weiter ins Landesinnere nach Kambodscha und Süd-Laos gezogen.

Heftige Regenfälle ließen in Zentral-Vietnam die Pegel der Flüsse den Angaben zufolge gefährlich ansteigen. In der Provinz Quang Ngai drohten Dämme zu brechen. Am schwersten betroffen war die Provinz Phu Yen, wo allein 15 Menschen ums Leben kamen. Der Schaden wurde auf umgerechnet 27,6 Millionen Euro (380 Mill. S) beziffert.

"Lingling" hatte zuvor auf den Philippinen bis zu 270 Menschen getötet und eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Der Schaden wurde auf mehr als 10,2 Millionen Euro beziffert. Auf seinem Weg in Richtung Vietnam hatte der Sturm über dem Südchinesischen Meer noch einmal deutlich an Kraft gewonnen. (APA/dpa)

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