Lutz Van Dijk erhielt Gustav-Heinemann- Friedenspreis

7. November 2001, 23:39
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Für Jugendroman "Township Blues"über Aids in Südafrika

Düsseldorf - Der deutsch-niederländische Jugendbuch-Autor Lutz van Dijk erhält am 12. November in Essen für seinen Jugendroman "Township Blues" über das Thema Aids in Südafrika den nordrhein-westfälischen Gustav-Heinemann-Friedenspreis.

Der 1955 in Berlin geborene und in Amsterdam lebende Autor erzählt in dem Buch das Schicksal des 14-jährigen südafrikanischen Mädchens Thinasonke, die am Rande von Kapstadt lebt. Sie wird von drei jungen Männern überfallen und vergewaltigt und dabei mit dem Aids-Erreger infiziert. Eine Sprecherin der Regionalregierung sagte am Mittwoch in Düsseldorf, die Eindringlichkeit und Überzeugungskraft des Buches sowie die Aktualität habe die Jury überzeugt, "Das Buch drückt nicht auf die Tränendrüse, sondern erzählt sachlich und spannend".

Die mit 15.000 Mark dotierte Auszeichnung wird jährlich an Autoren verliehen, deren Werke für Frieden, Achtung der Menschenwürde und Toleranz werben. Van Dijk will das Preisgeld der südafrikanischen Stiftung "HOKISA" spenden. Die von ihm selbst begründete Organisation setzt sich für HIV-infizierte und Aids-kranke Kinder ein. (APA/dpa)

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