Peres: "Hoffnung auf dauerhaften Frieden nicht aufgeben"

7. November 2001, 21:21
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Peres hofft auf Feuereinstellung in Palästinenser- Gebieten Treffen mit Chirac in Paris

Paris - Der israelische Außenminister Shimon Peres hofft auf eine allgemeine Feuereinstellung in den palästinensischen Autonomie-Gebieten. "Trotz der zahlreichen Schwierigkeiten darf man die Hoffnung auf politische Verhandlungen in Hinblick auf einen dauerhaften Frieden nicht aufgeben", sagte Peres nach einem Gespräch mit dem französischen Staatspräsidenten Jacques Chirac am Mittwoch in Paris. Als "größtes Problem der Israelis" nannte Peres die Glaubwürdigkeit der Palästinenser. "Sie versprechen wichtige Dinge, doch wenn es konkret wird, gibt es immer große Schwierigkeiten."

Chirac äußerte seine große Sorge angesichts der angespannten Lage. Alle möglichen Anstrengungen sollten unternommen werden, um an den Verhandlungstisch zurückzukehren, sagte der Präsident nach Angaben eines Sprechers.

"Problem ist Kontrolle der bewaffneten Gruppen bei den Palästinensern"

Peres hatte zuvor die Palästinenser aufgefordert, verantwortungsbewusst zu sein, um so den Nahost-Friedensprozess wieder in Gang bringen zu können. "Das Problem ist die Kontrolle der bewaffneten Gruppen bei den Palästinensern", sagte Peres nach einem Gespräch mit seinem französischen Kollegen Hubert Vedrine.

"Falls die Palästinenser Verantwortungsbewusstsein zeigen, werden wir den Rückzug (aus mehreren besetzten palästinensischen Städten) beenden können", erklärte Peres. Danach könnte eine zweite Phase, die der politischen Verhandlungen beginnen. (APA/dpa)

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    foto: epa/ etienne ansotte
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