Jahrestag der Oktoberrevolution

7. November 2001, 15:36
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... heute "Tag der Versöhnung und Einigkeit" genannt

Moskau - In Russland und anderen Teilen der früheren Sowjetunion haben tausende Menschen am Mittwoch des Jahrestags der Oktoberrevolution von 1917 gedacht. In Moskau legten Weltkriegsveteranen Kränze am Grabmal des Unbekannten Soldaten nieder. Sie erinnerten an die Militärparade auf dem Roten Platz 1941. Von dort waren viele Soldaten direkt an die Front marschiert, um den Angriff der deutschen Wehrmacht wenige Kilometer vor Moskau zu stoppen.

In der "Großen Sozialistischen Oktoberrevolution" 1917 hatten die Bolschewisten mit ihrem Führer Wladimir Lenin die Macht in Russland ergriffen. Sie gründeten die Sowjetunion als ersten kommunistischen Staat. Nach dem Ende des Sowjetsystems 1991 wurde der wichtigste kommunistische Feiertag in "Tag der Versöhnung und Einigkeit" umbenannt.

In Russland sehen zwei Drittel der Bevölkerung das Wirken Lenins ungebrochen positiv. Rund ein Jahrzehnt nach dem Ende der Sowjetunion erklärten in einer im Frühling durchgeführten Umfrage 66,7 Prozent von rund 2.000 Befragten, die historische Rolle des Vaters der Oktoberrevolution positiv zu bewerten. 29 Prozent meinten, Lenins Lebenswerk sei "positiv", und 37,7 Prozent beurteilten es als "ziemlich positiv". "Negativ" sahen nur 7,6 Prozent der Befragten Lenins Wirken.(APA)

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