Telecom Italia will Anfang 2002 Umstrukturierungsplan vorlegen

7. November 2001, 14:52
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Tronchetti Provera bestätigte Veräußerungen in Höhe von 5 Milliarden Euro

Bei der Aktionärsversammlung der Telecom Italia (TI), die 29,8 Prozent an der österreichischen Telekom Austria und 25 Prozent an deren Tochter Mobilkom Austria hält, hat Präsident Marco Tronchetti Provera angekündigt, bis Anfang 2002 den Umstrukturierungsplan für das Unternehmen vorzulegen. Er bestätigte, dass der Plan Veräußerungen für insgesamt 5 Mrd. Euro (5,00 Mrd. Euro/68,8 Mrd. S) enthalten werde. "Es ist realistisch, dass wir unseren Veräußerungsplan in 24 Monaten verwirklichen können", betonte Tronchetti Provera. Vergangene Woche hatte der TI-Präsident bestätigt, dass auch die TI-Beteiligung an Telekom Austria auf der Verkaufsliste stehe.

"Wir werden realistisch sein"

"Wir werden in unserem Plan sehr realistisch sein. Die Zukunft ist nicht einfach, das Unternehmen ist aber in der Lage, sie in Angriff zu nehmen", sagte der TI-Chef. Er bestätigte, dass der Sitz des Unternehmens von Turin nach Mailand verlegt werde, was in den vergangenen Tagen den heftigen Protest der Belegschaft ausgelöst hatte. "Es ist normal, dass die italienische Gruppe mit der stärksten Börsenkapitalisierung ihren Sitz in Mailand hat. Die Verlegung des Unternehmens ist Teil der Umstrukturierung der Gesellschaft", sagte Tronchetti Provera.

Die Liste der TI-Aktionäre

Inzwischen wurde auch die Liste der zehn stärksten TI-Aktionäre bekannt gegeben. Außer Olivetti, die eine 54,96-prozentige Beteiligung an der Telekommunikationsgruppe hält, ist im Aufsichtsrat auch das Schatzministerium vertreten, das einen 3,46-prozentigen Anteil hält. Drittstärkster Aktionär der Telecom Italia ist Putnam Investment Management mit einem 2,01-prozentigen Aktienpaket, gefolgt von Lehman Brothers (1,83 Prozent).

Zu den größten zehn Aktionären zählen auch Banca Commerciale Italiana (1,22 Prozent), Banca d'Italia (1,14 Prozent), Merrill Lynch International (1,08 Prozent), Banca d'Intermediazione Mobiliare (1 Prozent), Goldman Sachs mit 0,80 Prozent und Clearstream Banking (0,64 Prozent).(APA)

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