Italienische Profisportler rufen zu Frieden auf

7. November 2001, 13:35
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"Den Frieden wollen, bedeutet nicht, das Gedenken an die Opfer der Attentate schuldig zu bleiben"

Rom - 244 Profisportler haben in Italien einen Appell für "Frieden in der Welt" unterzeichnet. Der Krieg in Afghanistan müsse beendet werden, forderten die Sportler in einem am Mittwoch von der "La Gazzetta dello Sport" veröffentlichten Appell. "Den Frieden zu wollen, bedeutet nicht, das Gedenken an die Opfer der Attentate schuldig zu bleiben", erklärten die Sportler. Jeder Form von Terrorismus müsse mit Standhaftigkeit begegnet werden, teilten die Sportler mit, die für "Dialog und Integration" eintreten. Der Appell ist eine Initiative von Profifußballern in Zusammenarbeit mit der italienischen Hilfsorganisation "Emergency", die sich für zivile Kriegsopfer engagiert. Neben italienischer Fußballern schlossen sich auch ausländische Kicker wie der brasilianische Weltklassefußballer Ronaldo sowie Trainer der Initiative an. Außerdem unterstützen einige ausgewählte Repräsentanten anderer Sportarten den Aufruf. Neben anderen unterschrieben den Appell der afroitalienische Basketballer Carlton Myers, der bei den Olympischen Spielen in Sydney Italiens Fahnenträger war, Alpin-Ski-Star Isolde Kostner, Formel-1-Pilot Jarno Trulli, Motorradfahrer Marco Melandri sowie die aus Deutschland stammende Kanu-Olympiasiegerin Josefa Idem. (APA/dpa)
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