"Fußball-Verstand sollte man einfach haben"

7. November 2001, 14:14
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Schiedsrichter-Obmänner verurteilen Verbalattacken

Kufstein - Zu den Kritikern von FC Kärnten-Präsident Haider wegen dessen Verbal-Attacken gegen die österreichischen Fußball-Schiedsrichter haben sich am Mittwoch auch die Schiedsrichter-Obmänner der acht Landesverbände eingereiht. "Fußballverstand sollte man einfach haben", heißt es in einer Presseaussendung, die vom Logo geschmückt wird "Sei fair zum 23. Mann. Ohne Schiri geht es nicht!"

Fehlender Sachverstand

"Dass Politiker im Sport tätig sind, ist eigentlich nichts Neues und dass sie sich zum Sportgeschehen artikulieren ebenfalls nicht. Grundlage dazu soll allerdings ein gewisser Sachverstand sein. Wie es sich nun herausstellt, ist dieser offenbar nicht bei allen Clubpräsidenten vorhanden. Die diesbezüglichen Mängel, jedoch mit Verbalattacken im übelsten Sinne zu kaschieren, um Schuldige zu suchen, ist in Österreich neu", hieß es in der von allen Obmännern unterzeichneten Erklärung.

Unverschämtheit

"Es erfordert nämlich eine große Portion an Kaltblütigkeit eines Vereinspräsidenten, um bei einer politischen Veranstaltung alle Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter von Österreich in das kriminelle Eck zu stellen. Diesen Sportlern ... zu unterstellen sie sind Betrüger, ist eine Unverschämtheit. Den vielen Schiedsrichterfunktionären, die ständig darauf bedacht sind, junge Menschen für den Schiedsrichtersport zu begeistern, wurde für ihre Arbeit, mit diesen Äußerungen ein Schlag ins Gesicht gegeben." (APA)

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