Neue Fluglinie für Rheintalflug

7. November 2001, 12:53
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Intersky soll zwischen Wien, Berlin und Bern fliegen

Wien - Renate Moser, die ehemalige Prokuristin der Vorarlberger Fluglinie Rheintalflug, die Mitte Februar 2001 von der Austrian Airlines (AUA) zu 100 Prozent übernommen wurde, bereitet die Gründung einer neuen Fluglinie mit Sitz in Bern vor. Die neue Airline Intersky soll ab März 2002 zwei Mal täglich Bern-Berlin Tempelhof und einmal täglich Bern-Wien fliegen, im ersten Jahr mit rund 20 bis 30 Mitarbeitern 96 Millionen Schilling (6,98 Millionen Euro) umsetzen und bereits im ersten Jahr eine "schwarze Null" schreiben, sagte die künftige Intersky-Geschäftsführerin Moser zur APA.

Der Flugbetrieb werde mit einer Dash 8 (50 Sitzplätze) der Rheintalflug durchgeführt werden, berichtete Moser. Die Rheintalflug sitze auf zwei zwei- und dreijährigen Dash 8-Maschinen, die derzeit mangels Auslastung am Boden stehen würden, auf Grund der weltweiten Luftfahrtskrise aber nicht ohne große Verluste an andere Airlines verkauft werden könnten. Eine Maschine davon werde Moser der Rheintalflug "um einen Betrag über dem Weltmarktpreis" abkaufen. Die Maschine werden durch die Flüge nach Wien und Berlin 12 Stunden pro Tag in der Luft und damit gut ausgelastet sein, so Moser. Die Maschine könnte künftig auch als Sommercharter für Flüge nach Elba eingesetzt werden, wo Flugzeuge dieser Größe gut landen könnten.

Zulieferer für AUA

Intersky werde eine Nischenpolitik betreiben und keine Konkurrenz für die AUA darstellen, ist Moser überzeugt: "Ganz im Gegenteil, wir werden der AUA auf den Wien-Flug Passagiere von Bern zuliefern". Das Ziel sei eine "ausgezeichnete Zusammenarbeit und eventuell ein Code-Share-Abkommen mit der AUA". Auch mit der Crossair werde eine enge Zusammenarbeit angestrebt, zumal es zwischen Rheintalflug und Crossair auch bisher eine gute Kooperation gegeben habe. Eine aktuelle Marktforschungsstudie des Berner Flughafens habe eine klare Nachfrage der Region für Flüge nach Bern erhoben, betonte Moser. Mehr als 58.000 Fluggäste wollten jährlich von Bern direkt nach Berlin. Die langjährige Rheintalflug-Sprecherin und Prokuristin Moser ist vor zwei Jahren in Pension gegangen, war aber seitdem weiterhin als Beraterin für die Vorarlberger Fluglinie tätig. (APA)

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