Leger und Miro waren die Stars von Christie's in New York

7. November 2001, 21:48
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Klimt blieb liegen - Benefiz für UNICEF und "für Amerika"

New York - In den herbstlichen Auktionsreigen von New York stieg nun auch Christie's ein - mit einer Abendauktion für Impressionisten und klassische Moderne am Dienstag im Rockefeller Center.

Nicht verkauft wurde allerdings das Spitzenlos des Abends. Gustav Klimts "Bauernhaus mit Birken" von 1900, das im Frühjahr von der Österreichischen Galerie an die Erben nach den österreichischen Kunstsammler Georg Lasus zurückgegeben war, erreichte bei einem Schätzpreis von fünf bis sieben Millionen Dollar nicht das Limit.

UNICEF als beglückter Erbe

Die Versteigerung von 25 Losen Moderner und Surrealistischer Kunst hat das UN-Kinderhilfswerk UNICEF um 73,3 Millionen Dollar (etwa 1,1 Mrd. S) bereichert. Dabei ging es um die ursprünglich auf 40 Millionen Dollar geschätzten Reste der Sammlung des Belgiers Rene Gaffe und seiner Frau Jeanne, die zu den zu den eifrigsten Kennern Moderner Kunst gezählt werden.

Etliche Werke aus der ursprünglichen Sammlung sind heute in Museen in aller Welt zu sehen. Gaffes Witwe sagte UNICEF den Erlös aus dem Verkauf der verbliebenen Werke nach ihrem Tode zu. Sie starb im vergangenen Oktober.

Christie' s teilte mit, alle Lose wurden in der Nacht zum Mittwoch versteigert. Fernand Legers monumentales Gemälde "Le Moteur" aus dem Jahr 1918 brachte den Höchstpreis des Abends und einen Rekord für Leger ein: 16,7 Millionen Dollar (etwa 250 Mill. S). Joan Miros "Portrait de Mme K" (1924) verkaufte sich für 12,6 Millionen Dollar (190 Mill. S). Es errang den zweithöchsten Preis der Auktion und gleichzeitig einen neuen Rekordpreis für den Künstler - knapp vor Miros "Paysage sur les bords du fleuve Amour" von 1927 mit 11 Millionen Dollar. Miros "Danseuse espagnole" kam auf 8,9 Millionen Dollar. Ein Frauenkopf (1909) von Pablo Picasso wurde um 4,956 Millionen Dollar (Schätzpreis 2,5 - 3,5 Mio Dollar) verkauft - Preisrekord für eine Picasso-Skulptur.

Aus "New Yorker Morgen" wurde "Kunst für Amerika"

Wie am Dienstag bekannt wurde, werden unter anderen Sotheby's, Christie's und Phillips erstmalig gemeinsam auf der Auktion "Kunst für Amerika" am 26. November zu Gunsten des Opfer-Fonds agieren. "'Kunst für Amerika' personifiziert den Geist der Einigkeit, den New Yorker und Amerikaner während dieses Anschlages erfahren haben", sagte die Chefin der New Yorker Touristeninformation, Cristyne Nicholas.

Für die Auktion sind unter anderem Werke von Pablo Picasso und Christo gestiftet worden - neben Stücke aus den Privatsammlungen von Prominenten wie Elizabeth Taylor, Michael Douglas, Michael Jackson oder Tom Hanks.

Die Idee für die Auktion stammt von dem Museum der Stadt New York und dem Künstler Tom Christopher, der sein Gemälde "New Yorker Morgen" für die Opfer des Anschlags am 11. September in New York stiften wollte. Die Marketing Firma New World griff die Idee auf und schlug vor, mehr Künstler und Auktionshäuser einzubinden. (APA/dpa)

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