ÖGB befürchtet "Zwei-Klassen-Medizin"

7. November 2001, 18:17
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Genereller Selbstbehalt gefährde ausreichende medizinische Versorgung

Innsbruck - Gegen die Einführung eines "generellen Selbstbehalts" im Gesundheitssystem hat sich der ÖGB Tirol am Mittwoch ausgesprochen. "Das wäre der direkte Einstieg in die Zwei-Klassen-Medizin", betonte der Vorsitzende Franz Reiter.

Mandeloperation für 10.000 Schilling Wenn es tatsächlich zu einem 20-prozentigen Selbstbehalt komme, dann würden Patienten für eine Entbindung 4.000 Schilling, für eine Mandeloperation 10.000 Schilling und für ein künstliches Hüftgelenk 22.000 Schilling bezahlen müssen. Menschen, die sich die Selbstbehalte nicht leisten könnten, würden dann auf eine ausreichende medizinische Versorgung verzichten müssen, befürchtete Reiter. (APA)

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