Chipkarte: Für Haupt 500 Schilling "eindeutig zu hoch"

6. November 2001, 19:13
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Keine nähere Festlegung des Sozialministers

Wien - Sozialminister Herbert Haupt (F) hat am Dienstag nach der Gesprächsrunde zwischen Regierung und Sozialpartnern die Einführung einer Chipkartengebühr nicht ausgeschlossen. Man müsse nun nochmals das Zahlenmaterial durchgehen und dabei herausfinden, was und in welcher Form und in welcher Höhe komme. Die von VP-Gesundheitssprecher Erwin Rasinger genannten 500 Schilling pro Jahr "seien aber eindeutig zu hoch", erklärte Haupt.

Am Vormittag hatte sich Gesundheitsstaatssekretär Reinhart Waneck (F) noch gegen einen Chipkartenbeitrag gewandt: "Derzeit ist sicher keine Gebühr vorzusehen". Aus seiner Sicht ist es angesichts der laufenden Gerichtsverfahren über die Vergabe der Chipkarte völlig unzulässig, schon jetzt solche Überlegungen anzustellen.

Hintergrund der aktuellen Diskussion ist der Wegfall der Krankenscheingebühr bei der Einführung der Chipkarte, die ab 2003 zur Gänze vollzogen werden soll. Damit würden den ohnehin defizitären Krankenkassen Einnahmen von 700 bis 800 Millionen entgehen.(APA)

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