"Wien modern" bringt Feldman

6. November 2001, 21:25
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Korrigiert wird das Bild vom zeitentrückten Minimalisten

Im Konzerthaus-Folder ist über Morton Feldman zu lesen: "Kaum jemand kennt das frühe und mittlere Schaffen des Amerikaners, weiß, dass er für Off-Broadway-Produktionen oder zu einem Vietnam-Dokumentarfilm Musik geschrieben hat. Im Feldman-Nachlass der Paul Sacher Stiftung Basel schlummern immer noch einige ungehobene Schätze, die das gängige Feldman-Bild vom zeitentrückten Minimalisten grundlegend revidieren dürften."

In der Tat assoziiert man Feldman zunächst mit statischen Klangzuständen, einem neuen Form- und Zeitverständnis. Er selbst sah sein Schaffen übrigens "zwischen den Kategorien ... zwischen Malerei und Musik" angesiedelt: "Für mich ist Klang das Wichtigste. Ich empfinde, dass ich ihm untergeordnet bin."

Das ensemble recherche spielt bei "Wien modern" eine stattliche Anzahl von österreichischen Erstaufführungen. Auf zu neuen, spannenden Klangabenteuern!
(DER STANDARD, Print-Ausgabe, 7. 11. 2001)

 Von
 Wolfgang
 Schaufler


10.11., Konzerthaus, Mozart-Saal, 3., Lothringerstr. 20, (01) 24 20 02. 19.30 Uhr
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