Napster kopiert Musik vom Konkurrenten

6. November 2001, 18:57
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Kostenpflichtiger Zugriff auf 250.000 Titel

Wien - Neuer Schwung kommt in die Internet-Musiktauschbörse Napster, die eigentlich von der Bertelsmann Music Group nach einem Aufschub im Herbst selbst als Bezahlsystem betrieben werden sollte. Ab dem 1. Jänner soll Napster nun so weit sein und Musik gegen Cash via Internet zur Verfügung stellen.

Napster hat eine für mehrere Jahre geltende Lizenzvereinbarung mit dem Online-Musikvertrieb Vitaminic geschlossen. Geordert wurden 250.000 Musiktitel, die künftig via Napster vom Anwender gegen Bezahlung auf den PC geladen werden können.

Lizenzgebühren

Napster zahlt an Vitaminic Lizenzgebühren, sobald ein Titel des Musikvertriebs über die Tauschbörse abgerufen wird. Wie hoch die Gebühren sein werden, wurde noch nicht bekannt gegeben. Vitaminic verspricht sich von der Vereinbarung einen "neuen und starken Vertriebskanal mit breitem Zugriff für alle Künstler".

Auch Napster-Geschäftsführer Konrad Hilbers ist positiv gestimmt, "denn Vitaminic hat einen umfangreichen Katalog mit digitalen Musikdateien bekannter Plattenfirmen aus Europa und den USA". Über Vitaminic sollen sich eigenen Angaben zufolge rund 80.000 Künstler und 1275 Labels versammelt haben.

Napster benötigt nach dem Streit mit der US-Musikindustrie eine möglichst breite Palette legal angebotener Songs. Vertriebsvereinbarungen bestehen mit MusicNet sowie der Association of Independent Music (AIM) und der Independent Music Companies Association (IMPALA). (heise, red, DER STANDARD, Printausgabe 7.11.2001)

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