Riess-Passer gibt Senf zu Haiders Aussagen

6. November 2001, 15:21
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Die Vizekanzlerin spricht von "raueren Umgangsformen" im Fußball

Wien - Vizekanzlerin und Sportministerin Susanne Riess-Passer konnte es sich am Dienstag doch nicht verkneifen, den Kärntner Landeshauptmann und FC Kärnten-Präsident Jörg Haider in Schutz zu nehmen. Im Pressefoyer nach dem Ministerrat sagte die Vizekanzlerin, Sport sei immer mit Emotionen verbunden. Besonders im Fußball würden manchmal "rauere Umgangsformen herrschen". Es sei ihr deshalb nicht klar, warum jetzt "alle so zart besaitet reagieren würden".

Die Vizekanzlerin erklärte weiter, sie verstehe die Emotionen. Die Vorkommnisse während des Spiels Austria Wien gegen FC Kärnten wären ihrer Meinung nach in der Geschichte der Bundesliga einmalig, weil zwei Tore, die "absolut in Ordnung gewesen sind" nicht gegeben worden seien. Die Fehlleistungen der Schiedsrichter sollten als Anstoß genommen werden, um über den Einsatz technischer Hilfsmittel nachzudenken. Dies sei aber die Aufgabe der zuständigen Verbände. Persönlich würde es die Vizekanzlerin begrüßen "außerhalb des Spielfelds einen Mann mit einer Kamera zu haben, um solche krasse Fehlentscheidungen zu verhindern".

Am Dienstag meldete sich erneut auch der Wiener Bürgermeister Michael Häupl (S) zu der Verbalattacke von Jörg Haider zu Wort. Konrad Plautz sei sein neuer Lieblingsschiedsrichter, verkündete Häupl. Der Grund: "Wer von Dr. Haider verfolgt wird, der ist mein Freund."(APA)

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