Compaq will IBM auch bei Supercomputern Konkurrenz machen

7. November 2001, 09:49
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Innovationskrise wegen geringeren Wagniskapital befürchtet

Cannes - Der PC-Hersteller Compaq will IBM künftig auch bei Supercomputern stärker Konkurrenz machen. "Beim Supercomputing sind wir allerdings noch unbekannt", sagte Compaq-Chef Michael Capellas auf dem Gartner-Technologiekongress ITXpo 2001 in Cannes am Dienstag. Compaq hatte Anfang September die Fusion mit Hewlett-Packard (HP) angekündigt, um IBM die Position des Branchenführers streitig zu machen. Die Pläne für eine Übernahme von Compaq durch Hewlett-Packard im Volumen von insgesamt 24,87 Milliarden Dollar (27,8 Milliarden Euro/382 Milliarden S) waren Anfang September bekannt gegeben worden. Die Hewlett-Packard-Aktie schloss an der Wall Street am Dienstag 17,29 Prozent im Plus auf 19,81 Dollar. Compaq-Titel büßten dagegen 5,45 Prozent auf 8,50 Dollar ein. Supercomputer, Geräte der derzeit größten Computerklasse, werden für komplexe Rechenaufgaben wie wissenschaftliche oder militärische Simulationen oder Wettervoraussagen eingesetzt. In der aktuellen Top-500-Liste der Supercomputer ist IBM dominierend. Compaq taucht erst in den 40er-Rängen auf.

Drahtlose Verbindungen im Kommen

Neben Supercomputern hält Capellas drahtlose Geräteverbindungen in den nächsten Jahren bei Hardware für wichtig. Auf dem Dienstleistungssektor müsse sich die Informationstechnologie-Branche auf bessere Kundenbeziehungen konzentrieren, sagte er: "Wir müssen wissen, wer im Web war und was er sich angeschaut hat, auch wenn er dort nichts gekauft hat." Die Unternehmer müssten wissen, was ihre Kunden wirklich wollen.

Innovationskrise befürchtet

In den kommenden zwei Jahren fürchtet Capellas eine Innovationskrise. Immer weniger Wagniskapital werde zur Verfügung gestellt. "Wagniskapital hat nicht mehr die Rolle wie früher", sagte er. (APA/dpa)

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