BP Austria kämpft mit unbefriedigender Ertragslage

6. November 2001, 15:32
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Österreich-Chef Strassl erwartet Ergebnis um die Null für 2001 - Umstrukturierung belastet Ergebnis mit 10 Millionen Euro

Wien - Die BP Austria kämpft im heurigen Jahr mit einer "unbefriedigenden Ertragslage". Auf der Umsatzseite könne man sich zwar eher noch behaupten, die Marktposition sei weiter ausgebaut worden. Grundsätzlich werde die Situation am Markt sowohl bei Treibstoffen als auch bei Schmiermitteln aber immer schwierig. Dazu kommen noch Sonderausgaben für die Restrukturierung der BP Austria von mehr als 10 Mill. Euro (137,6 Mill. S), so dass das Ergebnis 2001 in Österreich "um die Null" liegen werde, sagte BP-Austria-Vorstand Hans Strassl am Dienstag.

Die Umstrukturierung betreffe vor allem den Bereich Heizöl- und Schmierstoffe. Per 1. Oktober dieses Jahres hat die BP die im Vorjahr akquirierte Castrol vollständig eingegliedert. Zudem soll das Unternehmen mit der Neuausrichtung auch auf die geplante Übernahme der Aral-Tankstellen vorbereitet werden. Dabei gelte es aber noch, die Entscheidung der EU-Kartellbehörde abzuwarten. Strassl rechnet mit dem Entscheid Ende des Jahres.

Starker Ölpreisverfall macht Sorgen

Sorgen bereiter dem BP-Austria-Vorstand auch der starke Ölpreisverfall der vergangenen Wochen und damit auch die gesunkenen Spritpreise. Das Unternehmen müsse das zu Beginn des dritten Quartals teuer eingekaufte Rohöl nun zu billigeren Preisen weiterverkaufen. Grundsätzlich sei dies aber Teil des Geschäfts, so Strassl.

Absatzrückgänge verzeichnet BP derzeit im Bereich Heizöle. Nachdem die ersten Monate sehr gut gelaufen sei, sei der Heizölmarkt jetzt eher schwächer. Anders als im vergangenen Jahr, als viele Konsumenten sich erst in letzter Minute mit Heizöl eingedeckt haben, scheinen die Endverbraucher heuer schon frühzeitig für einen Heizölvorrat gesorgt zu haben, meinte Strassl. (APA)

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