Bordelle für den Tourismus

14. November 2001, 19:23
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Zitrusfrucht für Ernst Pechlaners "innovative" Idee

Innsbruck soll frischen Wind bekommen. Nun, wie lässt sich die Zukunft einer Stadt ankurbeln? In Zeiten wie diesen gar nicht so einfach.

Aber zum Glück hat SPÖ-Abgeordneter Pechlaner DIE geniale Idee. Innsbruck müsse "als Tourismus-, Kongress- und Messestadt ihren Gästen auch ein entsprechendes Nachtleben bieten". Und dazu, so Pechlaner, gehörten eben auch Bordelle.

Bravo, Herr Abgeordneter! Wie lange haben Sie für diese Lösung nachgedacht? So sieht also touristische und kulturelle Innovation aus. Interessant auch, dass Pechlaner über die Bedürfnisse Reisender so gut Bescheid weiß. Oder könnte es vielleicht sein, dass er dabei auf einen Teil der Klientel vergessen hat? Oder verwechselt er da was? Oder kann er sich so etwas wie Kulturgenuss pur nicht vorstellen?

Frauen sind in Pechlaners Zukunftsvisionen wieder nur als Ware präsent. Aber darüber hinaus werden in seiner Vorstellung nicht nur Frauen und auch Kinder als (Kultur- und Messe-) Reisende vollkommen übergangen, er transportiert auch ein Männerbild, das uns auf seine eigenen machistischen Fantasien schließen lässt. (dabu)

06.11.2001
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