EU-Kommission warnt vor unzureichender Euro-Versorgung des Handels

6. November 2001, 12:05
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Einige Mitgliedsstaaten sollen noch unzureichende Vorab-Ausstattung haben

Brüssel - Knapp zwei Monate vor der Euro-Bargeldeinführung hat die EU-Kommission angemahnt, Einzelhändler rechtzeitig mit neuen Münzen und Banknoten zu versorgen. Die Händler müssten möglicherweise mehr als bisher dazu ermuntert werden, sich vor der Einführung des Euro-Bargelds am 1. Jänner 2002 ausreichend mit der neuen Währung einzudecken, berichtete die Kommission am Dienstag am Rande des EU-Finanzministertreffens in Brüssel. Die Kommission wacht als ausführendes Organ der Union über die Euro-Bargeldeinführung.

"Nach vorliegenden Informationen gibt es Hinweise, wonach es in einigen Mitgliedstaaten eine unzureichende Vorab-Ausstattung geben könnte", schrieb die Behörde von EU-Währungskommissar Pedro Solbes.

Insgesamt mache die Verteilung von Euro-Bargeld vor dem Einführungstermin Fortschritte, bilanzierte die Kommission. In Belgien habe die Belieferung der Banken mit Münzen bereits Anfang September begonnen.

In Frankreich laufe die Belieferung der Finanzinstitute mit Münzen nach Plan. Es habe sich aber herausgestellt, dass wesentlich mehr Münzen als ursprünglich geplant bestellt werden. In Irland gebe es "Trainings-Kits" für 40.000 Einzelhändler in ganzen Land. In Portugal sollen die Banken länger geöffnet werden, um die Verteilung des neuen Bargeldes zu erleichtern. (APA/dpa)

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