Die Concorde fliegt wieder

6. November 2001, 11:37
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Das Lieblingsflugzeug der Reichen und Promis

London/Paris - Die Concorde ist das Lieblingsflugzeug der Reichen - und manchmal auch der Schönen. Wer prominent ist, ist mit großer Wahrscheinlichkeit schon einmal mit der Überschallmaschine geflogen. Mit einer Flugzeit von dreieinhalb Stunden von London oder Paris nach New York ist die Concorde das Verkehrsmittel für alle, die nicht nur reich, sondern auch so wichtig sind, dass sie keine Zeit zu verlieren haben.

Sir David Frost beispielsweise, Talkshow-Gastgeber des britischen Fernsehens BBC, war schon 1976 dabei und ist seither 300 Mal mit der Concorde geflogen: Er war gleichzeitig auch hoch bezahlter Talker im US-Fernsehen und hätte ohne Concorde seine Termine nicht einhalten können. Chris Evans, trinkfreudiger britischer Radiomoderator mit einem Privatvermögen von umgerechnet rund 900 Millionen Schilling (etwa 66,5 Mill. Euro), fliegt gerne über das Wochenende nach New York per Concorde, weil er dort unerkannt zechen und Montag Vormittag wieder vor dem Mikrofon sitzen kann.

In der ersten Reihe ist es am leisesten

Die britische Königin Elizabeth II., der französische Präsident Jacques Chirac und diverse britische und französische Regierungschefs haben die Concorde gerne demonstrativ als Transportmittel benutzt. Selbstverständlich sitzen sie in den begehrten Plätzen der ersten Reihe, während die Plätze ganz hinten wegen der lauten Triebwerke angeblich gerne an nichts ahnende Concorde-Neulinge vergeben werden.

Claudia Schiffer, Madonna, Richard Gere, Sir Paul McCartney, Mike Tyson - die Liste der prominenten Fluggäste ist fast endlos. Nach einer Faustregel der Branche, deren Wahrheitsgehalt allerdings nicht garantiert ist, sind 80 Prozent der Concorde-Passagiere auf den normalen Linienflügen Geschäftsleute, zehn Prozent Stars oder Angehörige des Hochadels und die restlichen zehn Prozent solche Passagiere, die sich einmal im Leben einen solch luxuriösen Flug leisten wollen. (APA/dpa)

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