Grazer Uni-Professor leitet weltweite Studie zum Abnehmen

6. November 2001, 12:52
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Fessel+Gfk: Jede siebente Frau findet einen dicken Mann abstoßend

Wien - Motivation ist ein wichtiger Antrieb zum Abnehmen. Mit dem Maßband werden die Teilnehmer einer derzeit in Österreich und weltweit laufenden Studie zum Abnehmen ermuntert. Die Untersuchung, die von dem Grazer Univ.-Prof. Dr. Hermann Toplak geleitet wird, brachte bereits erste Erfolge: In den ersten drei Monaten reduzierten die Teilnehmer ihren Bauchumfang um durchschnittlich sechs Zentimeter.

Toplak und seine Kollegen verordneten im Rahmen dieser Studie 430 Patienten mit deutlichem Übergewicht kalorienreduziertes Essen und das Medikament Orlistat. Die in den Mahlzeiten enthaltene Energie wurde zu maximal 30 Prozent durch Fett geliefert, den Rest lieferten Kohlenhydrate und Eiweiß. Der Arzneistoff verringert die Aufnahme von Fette aus dem Darm in den Körper um ein Drittel.

Körperumfang reduziert

Die ersten Ergebnisse dieser noch laufenden Studie wurden am Kongress der nordamerikanischen Gesellschaft zur Erforschung von Übergewicht präsentiert. Demnach ist der Körperumfang der Studienteilnehmer bereits nach drei Monaten deutlich zurückgegangen. Der Großteil der Patienten war bereits nach einem Monat um vier Kilo leichter und nach weiteren zwei Monaten im Durchschnitt um insgesamt acht Kilogramm. Durch Übergewicht verursachte schlechte Körperwerte wie zu hohe Blutfett- und -zuckerwerte und zu hoher Blutdruck besserten sich ebenfalls.

Motivation

"Sichtbarer, rascher Gewichtsverlust bedeutet nicht nur einen großen Nutzen für den Gesamtzustand des Körpers, sondern auch höchste Motivation für den Patienten", kommentierte Hermann Toplak die ersten Ergebnisse seiner Studie.

Das Wiener Meinungsforschungsinstitut Fessel + GfK hat in diesem Zusammenhang eine Untersuchung zur Meinung der Frauen über dicke Männer durchgeführt. Demnach denken 42 Prozent der Befragten beim Anblick eines dicken Mannes spontan an faul, 35 Prozent an zu viel Essen in der Wohlstandsgesellschaft und 26 Prozent an geringes Gesundheitsbewußtsein und falsche Ernährung. Jede fünfte Frau hält einen dicken Mann für einen Trinker und jede siebente Frau lehnt einen dicken Mann als abstoßend ab. (APA)

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