VP-Senioren fordern Senkung des Krankenversicherungs- beitrages

6. November 2001, 10:58
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Bei Wegfall der Krankenscheingebühr

Wien - Der Obmann des ÖVP-Seniorenbundes, Stefan Knafl, fordert eine Senkung des Krankenversicherungsbeitrages für Pensionisten, wenn im Zuge der Einführung der Chipkarte die Krankenscheingebühr abgeschafft wird. Als 1996 die Einführung der 50 Schilling-Krankenscheingebühr beschlossen wurde, wurden gleichzeitig die Krankenversicherungsbeiträge für Pensionisten von 3,50 auf 3,75 Prozent erhöht. Die Pensionisten sind dafür von der Krankenscheingebühr ausgenommen.

Wenn nun im Zuge der Einführung der Chipkarte die Krankenscheingebühr fallen wird, müsse selbstverständlich auch die 0,25-Prozent-Erhöhung für die Pensionisten zurückgenommen werden. "Sollte dies nicht der Fall sein, stellt dies eine eindeutige Diskriminierung der Pensionisten dar und verstößt gegen Art. 13 des Amsterdamer Vertrages, der jegliche Diskriminierung auf Grund des Alters verbietet", sagte Knafl am Dienstag in einer Aussendung.

Die Absenkung des Krankenversicherungsbeitrages der Pensionisten um 0,25 Prozentpunkte und die ersatzlose Streichung der Krankenscheingebühr würde einen jährlichen Einnahmenentfall von 1,6 Milliarden Schilling zur Folge haben. Knafl befürchtet, dass damit Leistungskürzungen verbunden sein könnten, die auf Grund der Erfahrung in besonderer Weise Pensionisten betreffen würden. "Eine solche Politik auf dem Rücken der Pensionisten ist abzulehnen", betonte der Obmann des ÖVP-Seniorenbundes. Offen ließ Knafl, ob der den Vorschlag von ÖVP-Gesundheitssprecher Erwin Rasinger nach Einführung einer Chipkartengebühr von 500 Schilling jährlich statt der Krankenscheingebühr unterstützt. (APA)

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