Die letzten Schillinge werden geprägt

6. November 2001, 12:01
posten

Von der 1.000-Schilling-Goldmünze wird es nur 30.000 Exemplare geben

Wien - In den prunkvollen Räumlichkeiten der Österreichischen Nationalbibliothek präsentierte gestern, Montag, Abend die Münze Österreich seine allerletzte Schilling-Ausgabe. Die Goldmünze mit einem Nennwert von 1.000 Schilling wird in einer Anzahl von 30.000 Stück aufgelegt.

Bereits vor dem ersten offiziellen Ausgabetag (7. November) ist das begehrte Sammlerstück an den Schaltern der Münze Österreich vergriffen. Lediglich bei einigen wenigen Geldinstituten oder Münzhändlern sind noch Reststücke zu einem empfohlenen Preis von 3.500 Schilling (254,35 Euro) zu haben. Die wertvollen Objekte gehen ausschließlich mit Echtheitszertifikat über die Ladentische.

Abschied vom Schilling

Die Goldmünze zeigt neben dem Hauptmotiv "Buchmalerei" auch eine Abbildung aus dem Lehrbuch des jungen Kaiser Maximilian I., aus dem Jahr 1466. Der letzte Schilling der zweiten Republik vor der Einführung des Euro hat einen Durchmesser von 16 Millimeter, ein Feingewicht von 16 Gramm, bei einer Feinheit von 986 Tausendstel Gold.

Entworfen wurde die 1.000-Schilling-Goldmünze von Thomas Pesendorfer und Herbert Wähner. Bei der Präsentation in der Österreichischen Nationalbibliothek wurde aber nicht nur Abschied vom Schilling genommen, sondern auch der Euro willkommen geheißen. Die ersten Sonderprägung in der neuen Einheitswährung werden, so schätzen die Experten der Münze Österreich, genauso begehrt sein wie ihre Vorgänger.

Erste Euro-Sonderausgabe gibt es im Februar 2002

Die erste Sonderausgabe - ein österreichischer Euro-Kleinmünzensatz - wird am 13. Februar 2002 ausgegeben. In diesem Set werden sämtliche Euro- und Centmünzen vertreten sein. Die Auflage wird mit 100.000 Stück ebenfalls streng limitiert. Am 13. März 2002 erscheint schließlich die erste 50-Euro-Goldmünze "Orden und die Welt" aus der Serie "2000 Jahre Christentum". (APA)

Share if you care.