"Es liegt im Ermessen Österreichs, Filme bis zu 100% zu fördern"

5. November 2001, 22:43
posten

Morak begrüßt den Beschluss des EU-Rates für Kultur und Audiovisuelles

Brüssel, Wien - "Dankenswerter Weise erfolgt mit der Mitteilung der Kommission nun endgültig eine Klarstellung, die dem österreichischen Standpunkt in der Frage nationaler Filmförderung Rechnung trägt." Dies sagte Kunststaatssekretär Franz Morak, Montag, anlässlich des EU-Kulturministerrates in Brüssel zur Diskussion der "Mitteilung der Kommission zu bestimmten Rechtsfragen im Zusammenhang mit Kinofilmen und anderen audiovisuellen Werken".

Höhere Förderintensität wird akzeptiert

"Es ist nun definitiv klargestellt, dass es im Ermessen Österreichs liegt, Filme bis zu 100 Prozent fördern zu können. Gerade für kleine Länder ist diese Klarstellung seitens der Kommission von substantieller Bedeutung" so Morak weiter. Die in der Mitteilung nun getätigte Zusage hinsichtlich einer extensiven Auslegung der Qualifikation von "schwierigen und low-budget-Filmen" sowie die diesbezüglich von Frau Kommissarin Reding klar dargelegten Intentionen auch darüber hinaus eine höhere Förderintensität zu akzeptieren, entspreche genau der österreichischen Position.

"Österreich hat sich von Anfang an für eine differenzierte Lösung ausgesprochen"

"Die Mitteilung der Kommission leistet einen wesentlicher Beitrag zur Transparenz und Rechtssicherheit für die Mitgliedsstaaten sowie für die betroffenen Institutionen und Unternehmen. Dass die Mitteilung in dieser vorliegenden Form erfolgt, ist auch ein Erfolg für Österreich, das sich von Anfang an für eine differenzierte und die kleinen Länder berücksichtigende Regelung stark gemacht hat", wird Morak in einer Aussendung seines Büros zitiert. (APA)

Share if you care.