Tonnenweise hochgiftiges Zyanid in Chinas Luohe-Fluss ausgelaufen

5. November 2001, 19:48
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0,3 Gramm reichen aus, um einen Erwachsenen zu töten

Peking - Elf Tonnen hochgiftiges Natriumzyanid sind nach einem Unfall mit einem Lastwagen in der zentralchinesischen Provinz Henan in den Luohe-Fluss ausgelaufen. Tausende Soldaten, Polizisten und Zivilisten seien über das Wochenende mobilisiert worden, berichteten am Montag staatliche chinesische Medien. Sie hätten zwei Dämme mit einer Länge von insgesamt vier Kilometern über den Fluss gebaut.

Schon 0,3 Gramm der Chemikalie reichen aus, um einen Erwachsenen zu töten. Bisher soll nach offiziellen Angaben ein Mensch vergiftet worden sein, auch sei Vieh getötet worden. Anrainer befänden sich in Gefahr. Weitere Einzelheiten wurden jedoch nicht bekannt. Die Chemikalie habe einige Kilometer des Flusses verschmutzt, sei aber unter Kontrolle. Das Wasser flussabwärts sei nicht ernsthaft verschmutzt, werde aber weiter getestet, hieß es. (APA/dpa)

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