Klestil bleibt zu Hause

5. November 2001, 17:58
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... zumindest bis zum Jahresende - Schüssel, Ferrero-Waldner, Haider & Co. sind weiterhin "unterwegs für die Republik"

Bundespräsident Thomas Klestil plant auf "absehbare" Zeit - das ist jedenfalls bis zum Jahresende - keine Staatsbesuche im Ausland. Dafür empfängt das Staatsoberhaupt noch in dieser Woche die Präsidenten von Slowenien und Ungarn, Milan Kucan und Ferenc Madl. Am 20. und 21. November ist der polnische Staatschef Aleksander Kwasniewski Gast des Bundespräsidenten.

Bundeskanzler Wolfgang Schüssel wird noch in dieser Woche nach Brüssel reisen und mit hochrangigen Mitgliedern der EU-Kommission konferieren. Am Freitag ist Schüssel Gast von UNO-Generalsekretär Kofi Annan in New York, um an einer internationalen Konferenz über das Zusammenleben der Kulturen teilzunehmen.

Außenministerin Benita Ferrero-Waldner weilt bis Dienstagnachmittag in Brüssel beim Außenministertreffen und rast am Donnerstag nach Prag, wo sie mit ihrem tschechischen Amtskollegen zusammentreffen wird. Am Freitag geht es dann nach New York zur UN-Generalversammlung und zu einem

Treffen der EU-Außenminister mit US-Außenminister Colin Powell.

Unterwegs für die Republik

Letzte Woche reihte sich auch Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider in den Reigen der Polit-Touristen ein: Mit Verteidigungsminister Herbert Scheibner flog er nach Libyen - just zur Zeit, in der Bundeskanzler Wolfgang Schüssel in den USA war. Schüssel war am 5. Oktober in Italien, am 12. Oktober in Jugoslawien (mit Finanzminister Karl- Heinz Grasser) und am 23. Oktober in Ägypten und dem Iran, in den USA war er vom 31. Oktober bis 2. November.

Scheibner bereiste vom 14. bis 17. Oktober Saudi-Arabien und Syrien - gemeinsam mit Bundespräsident Thomas Klestil. Dieser flog gleich drei Tage darauf nach Ägypten und Jordanien (20. bis 21. Oktober). Klestils Reisen führten in diesem Jahr bereits nach Finnland, Schweden, Oman, China und Russland.

Außenministerin Benita Ferrero-Waldner besuchte heuer bereits den Oman, den Iran, die Türkei, Großbritannien, die drei baltischen Republiken, Zypern, Liechtenstein, Norwegen, Italien, die USA, China, Südkorea, Deutschland, Polen, Slowenien, Syrien, Jordanien, Ägypten, Japan, Frankreich, Krigistan, Turkmenistan, Usbekistan und Tadschikistan. (ina, völ, cs/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 6. November 2001)

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