Glamour-Party begleitet von Angst

6. November 2001, 22:29
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MTV Europe Music Awards - Am Donnerstag werden die heissbegehrten Preise vergeben

Frankfurt/Main - Partyfieber in Frankfurt, die Stadt rockt und tanzt, Stars und Sternchen strömen zur laut Veranstalter größten Musikveranstaltung Europas - den achten MTV Europe Music Awards. Vor 7.000 Zuschauern in der Festhalle und Millionen an den Fernsehern in aller Welt werden am Donnerstag Interpreten in 22 Kategorien geehrt. Favorit ist die animierte Zeichentrickband Gorillaz mit sechs Nominierungen. Doch trotz Spannung, Glanz und Glamour - nach den Terroranschlägen in den USA gibt es auch Ängste.

Ausgedünntes Rahmenprogramm

Janet Jackson und Destiny's Child, die ursprünglich im Rahmenprogramm auftreten sollten, sagten ab - mit Hinweis auf die angespannte Sicherheitslage. "Die Terroranschläge sind ein großes Thema", sagt Verena Adami, Pressesprecherin von MTV Deutschland. Die Sicherheitskontrollen in der Festhalle seien so hoch wie noch nie bei einer solchen Veranstaltung.

Trotz der Absagen werden am Donnerstag Superstars wie Kylie Minogue, Dido, R.E.M., Depeche Mode und Rammstein auftreten. Als Preisüberreicher haben sich Musiker wie Alicia Keys, Ronan Keating oder Xavier Naidoo angesagt, aber auch Extennisstar Boris Becker, der spanische Kultregisseur Pedro Almodovar und Model Heidi Klum. Moderiert wird die Show von Comedystar Ali G..

Verschärfte Journalistenakkreditierung

Journalisten konnten sich nur unter Angabe ihrer Personalausweisnummer und nach Überprüfung ihrer Identität akkreditieren. Sicherheitskräfte werden die Gäste mit Metalldetektoren überprüfen, einige werden sich in Zivil unter das Publikum mischen. Die Frankfurter Polizei plant einen Sicherheitsverbund mit Feuerwehr, Rettungsdienst und dem Messebetrieb.

Neue Kategorie: "Bester Internetauftritt" Erstmals wird in diesem Jahr auch eine Auszeichnung für den besten Internetauftritt einer Band vergeben. Als beste deutsche Bands sind Die Ärzte, Echt, No Angels, Rammstein und Sammy Deluxe nominiert. Außer Konkurrenz steht der "Free Your Mind"-Award, mit dem Musikern und Institutionen für ihr Eintreten gegen Intoleranz und Vorurteile geehrt werden. (APA/AP)

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