Straßburg: 1.526 Autos seit Jahresbeginn in Brand gesteckt

5. November 2001, 16:26
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Polizeigewerkschaften fordern Verstärkung

Straßburg - In Straßburg sind seit Jahresbeginn 1.526 Autos in Brand gesteckt worden. Diese Zahl wurde am Montag von Polizeigewerkschaften bekannt gegeben. Damit sei ein neuer Negativ-Rekord aufgestellt worden, sagte der Regionalsekretär der französischen Polizeigewerkschaft SNPT, Emerio Canals. "Durchschnittlich gehen damit im Raum Straßburg fünf Autos pro Tag in Flammen auf". Den Gewerkschaften zufolge wurden im gleichen Zeitraum des Vorjahres in Straßburg 1.368 verbrannte Autos registriert.

Anschläge

Hinter diesen Anschlägen stehen zumeist Banden randalierender Jugendlicher und Kinder, die in Sozialwohnungsvierteln der elsässischen Stadt für Unfrieden sorgen. Die Polizei-Gewerkschaften werfen den zuständigen Behörden vor, nicht genügend Mittel für den Kampf gegen die wachsende Kriminalität zur Verfügung zu stellen. Im Wohngebiet Straßburg sei die Zahl der Polizisten seit Jänner sogar um 95 auf rund 800 reduziert worden, kritisierte Canals.

Forderung nach zusätzlichen Polizeikräften

Auch die konservative Straßburger Bürgermeisterin Fabienne Keller forderte von der Pariser Regierung zusätzliche Polizeikräfte. Zwar habe das Innenministerium die Schaffung von 3.000 neuen Polizeistellen angekündigt, doch entfielen darauf höchstens zwei oder drei für Straßburg.(APA)

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