Auch Nettig gegen Rechtsabbiegespur auf Roßauer Lände

5. November 2001, 14:52
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"Stauexperiment noch immer nicht beendet"

Wien - Das umstrittene Verkehrsexperiment an der Roßauer Lände in Wien-Alsergrund sorgt weiter für Diskussionen. Der Wiener Wirtschaftskammerpräsident Walter Nettig forderte am Montag, dass es nicht nur auf der Roßauer Lände, sondern auch auf der gesamten Spittelauer Lände bis zur Alserbachstraße eine dritte Geradeaus-Fahrmöglichkeit geben müsse.

Fahrbahnverengende Rechtsabbiegespur

"Dass trotz Aufhebung der unsinnigen Parkspur auf der Roßauer Lände die fahrbahnverengende Rechtsabbiegespur vor der Alserbachstraße bestehen bleiben soll, kommt einem Schildbürgerstreich gleich", kritisiert Nettig: "Eine Rechtsabbiegespur, die seinerzeit als Teil des Experiments neu eingeführt wurde und ursächlich für die derzeitige Chaossituation am Alsergrund mitverantwortlich ist, hätte mit dem Ende dieser von Anfang an zum Scheitern verurteilten Maßnahme selbstverständlich ebenfalls wieder aufgehoben werden müssen."

Antrag an die Magistratsabteilung 46

Wenn es ab der Kreuzung Roßauer Lände/Alserbachstraße wieder drei Geradeaus-Fahrspuren, davor aber nur zwei gebe, könne eine noch so geschickte Ampelschaltung den unvermeidbaren Stau nicht verhindern, erklärte Nettig. Um die vom Bezirk gewünschte Rechtsabbiegespur dennoch halten zu können, unterbreitete der WKW-Präsident einen Kompromissvorschlag: Die derzeitige Linksabbiegespur soll in eine kombinierte Geradeaus-Links-Spur umgewandelt werden. Einen diesbezüglichen Antrag habe die Wirtschaftskammer Wien am Montag an die zuständige Magistratsabteilung 46 gerichtet. (APA)

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