Austausch des Francs einen Monat früher als geplant

5. November 2001, 14:55
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Doppelter Bargeldumtausch soll kürzer gehalten werden

Paris - Die französische Regierung erwägt offenbar, den Franc gut einen Monat früher aus dem Verkehr zu ziehen als bisher geplant. "Sowohl unter praktischen als auch unter psychologischen Gesichtspunkten" sei ein schneller Wechsel zum Euro besser, sagte der für Verbraucherfragen zuständige Staatssekretär Francois Patriat der Pariser Tageszeitung "Liberation" vom Montag. Einen neuen Termin nannte er nicht; dem Bericht zufolge ist aber der 15. Januar 2002 als Stichtag für letzte Barzahlungen in Franc im Gespräch.

Hintergrund für die neuen Überlegungen seien Bedenken der Großhändler und Warenkonzerne, welche die Zeit des doppelten Bargeldumlaufs so kurz wie möglich halten wollten, hieß es in "Liberation". Doppelte Kassenführung sei umständlich und verursache zusätzliche Kosten. Patriat sagte, der Handel habe kein Interesse daran, zweifache Kassen zu verwalten, für den Verbraucher bedeuteten zwei Währungen vermutlich längere Wartezeiten in den Geschäften. Zudem laufe der Verbraucher eher Gefahr, sich beim Wechsel zwischen den beiden Währungen zu verrechnen.

Neuer Termin für Februar

Als neuer Stichtag ist jetzt der 15. Januar 2002 für letzte Barzahlungen in Franc im Gespräch. Nach bisherigen Planungen können die alten Münzen und Scheine in Frankreich vom 18. Februar bis zum 30. Juni 2002 an den Post- und Bankschaltern in Euro umgetauscht werden, danach nur noch bei der französischen Zentralbank. Mit einer nur zweiwöchigen Barzahlungs-Frist nach dem Jahreswechsel würde Frankreich den so genannten Parallelumlauf zwischen altem und neuem Geld so kurz halten wie kein anderes der zwölf Euro-Länder. (APA)

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