Tschechien wies Berichte über Kinderprostitution in Cheb zurück

5. November 2001, 14:31
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Mehrmonatige Untersuchungen ergaben nur bettelnde Kinder und Lockvögel

Prag - Das tschechische Innenministerium hat Presseberichte über die westböhmische Grenzstadt Cheb (Eger) als "Hochburg der grenzüberschreitenden Kinderprostitution" zurückgewiesen. In mehrmonatigen Untersuchungen, die in Zusammenarbeit mit unabhängigen Organisationen und der deutschen Polizei durchgeführt worden seien, habe kein einziger solcher Fall sicher festgestellt werden können, sagte ein Behördensprecher am Montag im tschechischen Rundfunk.

Allerdings ...

Allerdings seien viele Kinder, die meist der lokalen Roma-Minderheit angehören, zum Betteln auf die Straße geschickt worden, oder sie sollten deutsche Sex-Touristen in eine nahe gelegene Wohnung locken, wo diese später ausgeraubt werden sollten, hieß es. Insgesamt seien die Berichte vor allem mancher deutschen Journalisten halbwahr, verzerrend oder erfunden gewesen. Medien in Deutschland und Tschechien berichten seit mehr als zwei Jahren über angebliche Fälle von Kinderprostitution in Cheb. (APA/dpa)

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