Licht und Schatten bei Constantia-Konzernen

5. November 2001, 14:28
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Verpackungen-Gruppe steigerte Gewinn um ein Drittel- Iso-Gruppe mit Gewinneinbußen von 28 Prozent

Wien - Licht und Schatten bei den Constantia-Industriegruppen nach den ersten neun Monaten 2001: Während die Constantia Verpackungen Umsatz und Gewinn erneut verbesserte, blieb das Ergebnis der Constantia-Iso Holding trotz Umsatzsteigerung deutlich hinter dem Vorjahr zurück. Wie beide Unternehmen im neuesten Aktionärsbrief ankündigten, sei heuer eine "Dividende in Vorjahreshöhe gesichert". Für 2000 waren jeweils 0,39 Euro (5,37 S) pro Aktie ausgeschüttet worden.

Im Konzern der börsenotierten Constantia Verpackungen stieg das Ergebnis gewöhnlicher Geschäftstätigkeit (EGT) in den ersten drei Quartalen um mehr als ein Drittel von 15,1 auf 20,6 Mill. Euro, bei einem Umsatzplus um 12 Prozent von 550,4 auf 616,7 Mill. Euro. Der Cash-Flow legte um 20 Prozent von 54,1 auf 64,9 Mill. Euro zu.

Konzern-EGT rückgängig

Das Konzern-EGT der - ebenfalls börsenotierten - Constantia-Iso, die Platten und Isolierstoffe unter anderem für die Baubranche, die Fahrzeugindustrie und die Sportartikelbranche produziert, schrumpfte bis September um 28 Prozent von 22,5 auf 16,2 Mill. Euro. Rückläufig (und zwar um 15 Prozent) war auch der Cash-Flow mit 40,6 (nach 47,7) Mill. Euro. Positiv entwickelte sich hingegen der Umsatz, der um 8 Prozent von 451,7 auf 486,6 Mill. Euro stieg.

Der Auftragsstand der Iso-Gruppe lag per Ende September mit 56,7 (nach 62,1) Mill. Euro um 9 Prozent niedriger. Mit einer Erholung der Ergebnisse sei daher im laufenden Jahr nicht mehr zu rechnen, wie es hieß. Angesichts der angespannten Märkte (Preiswettbewerb und höhere Materialkosten) werde ein rückläufiges EGT von rund 19 Mill. Euro erwartet.

Constantia Verpackungen akquirierte Firma in UK

In der Constantia Verpackungen-Gruppe, die im September die auf hochwertige pharmazeutische Verpackungen spezialisierte britische Firma G & A Printers (Jahresumsatz: rund 20 Mill. Euro) übernommen hat, betrug der Auftragsstand mit Ende September 107,0 (nach 127,0) Mill. Euro, das waren fast 16 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Dennoch wird für das Gesamtjahr 2001 ein deutlich besseres Ergebnis in Aussicht gestellt.

Insgesamt beschäftigten die beiden Constantia-Schwesterkonzerne per Ende September 9.246 (Ende September 2000: 9.026) Mitarbeiter, davon 4.575 (nach 4.555) die Iso-Gruppe und 4.671 (nach 4.471) die Gruppe der Constantia Verpackungen. (APA)

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