Weltbanktochter IFC beteiligt sich an Raiffeisenbank Jugoslavija

5. November 2001, 13:35
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Entwicklung des privaten Sektors soll gefördert werden

Wien - Die Weltbank-Tochter International Financial Corporation (IFC) beteiligt sich mit 10 Prozent an der Raiffeisenbank Jugoslavija a.d., der seit Juli operativen Netzwerkbank der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB). Die Beteiligung entspricht einem Wert von einer Millioonen Euro (13,8 Millionen Sschilling). Die RZB bleibt mit 89 Prozent größter Aktionär der Raiffeisenbank Jugoslavija, ein Prozent hält die Uniqa Beteiligungs Holding GbmH. Die IFC fördert mit unterschiedlichen Finanzinstrumenten die Entwicklung des privaten Sektors und unterstützt auch Banken mit Refinanzierungslinien. In der Regel sind IFC-Beteiligungen auf einen Zeitraum zwischen fünf und zehn Jahren angelegt. Von der RZB als der ersten westlichen Bank in der Region erwartet der zuständige Bereichsleiter Khosrow Zamani die Einführung professioneller Bankentechnologie in Jugoslawien. Der für Mittel- und Osteuropa zuständige stellvertretende RZB-Generaldirektor Herbert Stepic verspricht sich durch die supranationalen Institution IFC als Aktionär einen "noch besseren Zugang der Raiffeisenbank zu langfristigen Refinanzierungsquellen". Die RZB nehme eine "Brückenfunktion" in der Region wahr. Die IFC-Programme werden unter anderem die Geschäftsbeziehungen für Klein- und Mittelbetriebe in Österreich und Jugoslawien intensivieren, erwartet Stepic. Stepic will den bisher im "Rekordtempo" verlaufenen Ausbau der Jugoslawientochter weiter forcieren: Am heutigen Montag eröffnete die erste Filiale in Belgrad, bis Jahresende sollen zwei weitere Filialen in Belgrad und Novi Sad folgen. Derzeit beschäftigt das Institut 80 Mitarbeiter. Das Eigenkapital der RZB-Tochter beträgt derzeit 10 Millionen Euro. Die Kundeneinlagen könnte bis Ende nächsten Jahres auf 60 Millionen Euro ansteigen, erwartet Stepic. "Es wird nicht das letzte gemeinsame Projekt mit der IFC in der Region sein", sagte Stepic. Die RZB werde weiter die Augen nach günstigen Kaufmöglichkeiten in der Region offen halten. Konkrete Objekte habe er derzeit aber nicht im Visier. (APA)

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