NÖ-Grüne: Studiengebühren sollen nur Budgetloch stopfen

5. November 2001, 13:37
posten

Versprochene Bildungsmilliarde kompensiere lediglich vorherige Kürzungen

Wien - Im Vorfeld des Bildungsvolksbegehrens (6. bis 13. November) erklärte der Grüne LAbg. Martin Fasan, dass mit den Studiengebühren "nicht konkrete Angebote für Studierende finanziert, sondern Budgetlöcher gestopft" werden. Denn die den Universitäten versprochene "Bildungsmilliarde" kompensiere lediglich die vorherige Investitionsverkürzung von bis zu 60 Prozent.

Es gebe in vielen Studienrichtungen zu wenig "entsprechende Angebote, die die Gebühren rechtfertigen würden", sondern größtenteils "veraltete Infrastruktur, anonymen Massenbetrieb und zu wenig Studienplätze". Die NÖ Grünen fordern u.a. eine Reform des NÖ-Pflichtschulgesetzes mit Einführung einer Klassenschülerhöchstzahl von maximal 25 Kindern zur "Hebung der Unterrichtsqualität" sowie eine Verbesserung der Personalsituation "im Sinne vernünftiger Integrationsmaßnahmen durch Garantie einer Stützlehrkraft in allen Integrationsklassen".

Anfrage an Pröll

Zum Thema "Integrationsunterricht" stellen die NÖ Grünen an Landeshauptmann Erwin Pröll (V) eine zehn Punkte umfassende Anfrage. Dabei gehe es vor allem um die Intensität der Förderung des Integrationsunterrichts in Niederösterreich.

Die "Top Stipendien" des Landes Niederösterreich werden von den Grünen als "Bildungsflop" bezeichnet, denn es würden keine wirtschafts-, sozial- und ökologieorientierten Studien sowie Sprachstudien gefördert. Die "Top Stipendien" sind laut Fasan zu sehr "techniklastig". Es müsse ein Fördermodell für alle niederösterreichischen StudentInnen entwickelt werden, die derzeit Gebühren zahlen. (APA)

  • Martin Fasan
    bild: derstandard.at

    Martin Fasan

Share if you care.