Kapsch baut Konzern um - Vier Töchter unter einer Holding

5. November 2001, 12:38
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Alle Geschäftsbereiche werden in eigenständige Unternehmen ausgegliedert

Das österreichische Telekomunternehmen Kapsch plant den Umbau des Konzerns. Bis Mitte des kommenden Jahres sollen nach der Umbenennung der bereits bestehenden Tochter Schrack BusinessCom in Kapsch BusinessCom die weiteren Geschäftsbereiche des Unternehmens in die Tochtergesellschaften Kapsch TrafficCom, Kapsch CarrierCom und in die Fertigungstochter Kapsch Components aufgegliedert werden. Die jetzige Kapsch AG wird dann nur noch als Holding ohne Dienstleistungsfunktion bestehen bleiben, erklärte Vorstandschef Georg Kapsch am Montag vor Journalisten.

Börsegang geplant

Neben Steuerungsaufgaben und der Regelung des Kompetenztransfers soll die Holding die neuen Tochtergesellschaften nach ihrer Gründung auch auf einen Börsegang vorbereiten. Einen genauen Zeitplan gibt es noch nicht. Als erste Gesellschaft könnte die TrafficCom aber bereits im Herbst 2002 an die Börse gehen. "Dabei werden wir uns nicht nur auf Wien konzentrieren", sagte der neue Kapsch-Finanzvorstand Franz Semmernegg.

Restrukturierung

Mit der Restrukturierung des Unternehmens hat die Kapsch AG bereits im heurigen Jahr begonnen, die Kosten für den Umbau bezifferte Georg Kapsch für heuer bereits mit einem dreistelligen Millionen Schilling-Betrag. Auch die negativen Auswirkungen der Rezession seien an Kapsch nicht spurlos vorübergegangen. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Vorstand daher mit einem Jahresfehlbetrag im dreistelligen Millionen-Schilling-Bereich nach einem Jahresüberschuss im Jahr 2000 von 45,4 Millionen Schilling (3,3 Millionen Euro). Seinen Personalstand hat das Unternehmen heuer bereits kräftig verringert. Nach einem Höchststand von 3.100 Mitarbeitern will Kapsch bis Ende des Jahres nur noch 2.490 Mitarbeiter beschäftigen.

Der Umsatz soll nach Angaben des Unternehmens heuer von 4,5 Milliarden Schilling auf 5,1 Milliarden Schilling ansteigen. Für 2002 hofft das Unternehmen auf eine 20-prozentige Umsatzsteigerung, vor allem aus zusätzlichen Einnahmen aus dem Traffic-Bereich. (APA)

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