Weitere libysche Soldaten in Zentralafrikanischer Republik gelandet

6. November 2001, 07:22
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Kämpfe zwischen revoltierende Anhänger des entlassenen Armeechefs und Leibgarde des Präsidenten

Nairobi/Bangui - In Folge der Armeerevolte in der Zentralafrikanischen Republik hat die libysche Armee ihre Präsenz in der Hauptstadt Bangui verstärkt. Wie der Radiosender BBC am Dienstag berichtete, blieb die Lage dort gespannt. Revoltierende Anhänger des entlassenen Armeechefs Francois Bozize lieferten sich weiterhin Schusswechsel mit libyschen Soldaten und der Leibgarde von Präsident Ange-Felix Patasse.

Die aufrührerischen Militärs, die sich im Norden der Stadt verschanzt haben, hätten am Vortag eine Mörsergranate in Richtung der Villa Patasses gefeuert, sagten Augenzeugen dem Sender. Sie berichteten von zahlreichen Schusswechseln in der 500.000-Einwohner-Stadt. Am Montag sei dort ein libysches Flugzeug mit Soldaten und militärischer Ausrüstung gelandet. Libyen unterstützt Präsident Patasses angeschlagene Regierung seit einem gescheiterten Putschversuch im Mai.

Patasse bezichtigt seinen im vergangenen Monat entlassenen Armeechef der Teilnahme an diesem vereitelten Coup. Die jüngste Revolte hatte sich am Samstag an dem Versuch entzündet, Bozize zu verhaften. (APA/dpa)

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