ART Cologne zieht positive Bilanz

4. November 2001, 22:46
posten

"Ausgezeichnete Umsätze" und 65.000 Besucher

Köln - Mit guten Verkäufen der rund 270 beteiligten Galerien ist am Sonntag die größte Messe zur Gegenwartskunst in Deutschland, die ART Cologne in Köln, zu Ende gegangen. Dirk Mangold, Sprecher der Kunstmesse, zog in Köln eine positive Bilanz: Sowohl im Hochpreissegment als auch darunter habe die Branche auf dem 35. Internationalen Kunstmarkt ausgezeichnete Umsätze erzielt; und trotz der um drei Tage verkürzten Ausstellungsdauer wurden rund 65.000 Besucher gezählt.

"Ein Top-Publikum, das sich sehr gut eindeckte", urteilte der Berliner Galerist Michael Schulz, der ein Baselitz-Gemälde im Wert von rund 1,3 Millionen Mark (9,1 Mill. S) los wurde. Ingeborg Henze-Ketterer, deren Berner Galerie ein Gemälde von Ernst Ludwig Kirchner für eine Million Mark veräußerte, machte "ausgesprochen viele ausländische Museumsleute" aus.

Karsten Greve, Sprecher des Zulassungsausschusses der ART Cologne, unterstrich den hohen Informationswert der Messe. Vor allem in der Klassischen Moderne seien auffallende Akzente gesetzt worden. Laut Mangold zog auch aktuelle Kunst viele Einsteiger und junge Sammler an. Karin Handlbauer von der Wiener Galerie Mezzanin sagte dazu: "Dieses Kaufpublikum geht nicht nach Namen, sondern nach Gefallen." Ein Sprungbrett in den internationalen Markt war den Angaben zufolge das Förderprogramm für junge Künstler.

Das Messe-Angebot der 270 Aussteller aus 20 Ländern reichte von Werken der Klassischen Moderne über die abstrakter Stilrichtungen seit den 50er Jahren bis zur Gegenwartskunst mit den neuesten Tendenzen in den Bereichen der Fotografie und Neuen Medien. (APA/dpa)

Share if you care.