Skurril: CIA soll "Spion-Katze" in den 60er Jahren Abhörgerät eingepflanzt haben

5. November 2001, 13:29
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... schon beim ersten Einsatz wurde sie jedoch von einem Taxi platt gefahren

London - Und wenn es keine wahre Geschichte ist, dann ist sie zumindest gut erfunden. Und auf jeden Fall so skurril, dass wir Sie Ihnen nicht vorenthalten wollen.

Wie der Londoner "Sunday Telegraph" (zugegebenermaßen nicht die allerseriöseste Informationsquelle) berichtet, soll der amerikanische Geheimdienst CIA im Kalten Krieg der 60er Jahre versucht haben, eine Katze zu einem wandelnden Geheimagenten mit eingebauter Abhörapparatur umzufunktionieren. "Acoustic Kitty" sollte auf Fenstersimsen oder unter Parkbänken geheime Gespräche der Sowjets belauschen.

Armes Tier

Das Ganze sei ein grausiges Unterfangen gewesen, sagte der frühere CIA-Offizier Victor Marchetti der britischen Zeitung. "Sie haben die Katze aufgeschlitzt, Batterien hinein getan und Kabel verlegt. Der Schwanz wurde als Antenne benutzt. Sie haben ein Monster daraus gemacht." Da sie ihren "Auftrag" nicht erfüllte, wenn sie fressen wollte, soll die den Hungerreiz auslösende Hirnsektion elektronisch lahmgelegt worden sein, um ihr den Appetit zu nehmen. Die fünf Jahre dauernde Entwicklung der verkabelten Katze habe umgerechnet über 210 Millionen Schilling verschlungen.

Die Investition habe sich leider nicht rentiert, denn der erste Einsatz des Spions im Jahre 1966 endete tragisch: "Sie haben sie in einen Park gebracht, aus dem Transporter gelassen - und dann ist ein Taxi gekommen und hat sie überfahren. Und sie saßen da in ihrem Lieferwagen mit all diesen Geräten, und die Katze war tot ..." (APA/red)

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    Eine der "Darstellerinnen" aus dem Film "Cats & Dogs" (2001)

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