Serbischer Ministerpräsident Djindjic in den USA

4. November 2001, 17:43
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Mangelnde Zusammenarbeit Belgrads mit Haager Tribunal könnte sich auf US-Hilfe auswirken

Belgrad - Der serbische Ministerpräsident Zoran Djindjic ist am Sonntag in Begleitung von Finanzminister Bogoljub Djelic und dem Minister für Auslands-Wirtschaftskontakte Goran Pitic zu seinem dritten diesjährigen Besuch in Washington eingetroffen. Für kommenden Dienstag ist nach Belgrader Medienberichten ein Treffen mit US-Präsident George Bush geplant. Auf dem Programm stehen auch Gespräche mit Kongressmitgliedern.

Beschleunigung der Finanzhilfen

Nach Angaben von Finanzminister Djelic will sich die serbische Regierungsdelegation um Beschleunigung der bereits gewährten Finanzhilfen, aber auch um US-Investitionen in Serbien bemühen. Der Besuch erfolgt zu einem Zeitpunkt, zu dem die gemischte Kommission des US-Kongresses einen Gesetzesentwurf über die amerikanische Auslandshilfe für das Jahr 2002 vorbereitet.

Probleme mit dem Haager Tribunal

Beim Besuch der serbischen Regierungsdelegation dürften auch die Probleme zur Sprache kommen, die bei der Zusammenarbeit Belgrads mit dem UNO-Tribunal für Kriegsverbrechen in Ex-Jugoslawien in jüngster Zeit aufgetreten sind. Nach der Auslieferung des früheren jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milosevic Ende Juni war die Zusammenarbeit praktisch zum Stillstand gekommen. (APA)

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