Arabische Liga weist Bin Laden-Aufruf zu Heiligem Krieg zurück

4. November 2001, 14:27
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"Bin Laden spricht nicht im Namen der Araber und Moslems"

Damaskus - Der Generalsekretär der Arabischen Liga, Amr Mussa, hat am Sonntag den Aufruf des moslemischen Extremisten Osama bin Laden, einen Heiligen Krieg gegen den Westen zu führen, zurückgewiesen. Mussa, früherer ägyptischer Außenminister, sagte in Damaskus, Bin Laden spreche nicht im Namen der Araber und Moslems. Ägyptens Außenminister Ahmad Maher hatte kurz zuvor anläßlich eines Treffens mit weiteren arabischen Kollegen in der syrischen Hauptstadt von einem Krieg zwischen Bin Laden und der ganzen Welt gesprochen.

Ägypten ist das bevölkerungsreichste Land in der arabischen Welt. Bin Laden hatte alle 1,2 Milliarden Moslems weltweit aufgerufen, einen Heiligen Krieg gegen die USA und deren Verbündeten zu führen. In einer von dem arabischen Sender El Jazeera am Samstag ausgestrahlten Video-Aufzeichnung bezeichnete Bin Laden alle Moslems, die seinem Appell nicht folgten, als Verräter. Bin Laden wird von den USA für die Anschläge am 11. September in New York und Washington verantwortlich gemacht. Vor vier Wochen leiteten die USA eine Militäraktion gegen Afghanistan ein, wo sich Bin Laden versteckt hält. (APA/Reuters)

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