Protokoll-Fragen sind Leitl "blunznwurscht"

4. November 2001, 13:48
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Warnung vor "provinziellem Charakter" der Außenpolitik

Wien - "Herrlichen Stoff für Kabaretts" biete die Kontroverse zwischen Bundespräsidenten und Regierungsmitgliedern über die Reisediplomatie, meinte der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Christoph Leitl, am Sonntag in der Fernseh-"Pressestunde". Aber man sollte sich doch "überlegen, ob wir nicht nach außen hin eher provinziellen Charakter darstellen". Aus Sicht der Wirtschaft begrüßte er jedenfalls rege Reisetätigkeiten, könnten damit doch die wirtschaftlichen Beziehungen intensiv gepflogen werden.

"Egal, wer eine Reise unternimmt, ob Bundespräsident, Bundeskanzler oder die Außenministerin, wo immer die Wirtschaft die Möglichkeit hat, dabei zu sein, war sie dabei und wird sie dabei sein", meinte Leitl - und es schade auch gar nicht, wenn man in ein Land zwei Mal kurz hintereinander kommt. Nicht antworten wollte er auf die Frage, ob die Außenministerin den Bundespräsidenten begleiten oder alleine fahren soll: "Belästigen Sie mich nicht mit protokollarischen Fragen, die sind mir eigentlich blunznwurscht", so der WKÖ-Präsident. (APA)

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