Italiens Motorradverkäufe auf tiefstem Niveau seit sieben Jahren

4. November 2001, 11:49
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Moped- und Rollerabsatz im September im Jahresvergleich halbiert

Mailand - Die italienischen Verkaufszahlen bei fabrikneuen Krafträdern sind laut Angaben des Mailänder Fachverbandes Ancma im September um 41,4 Prozent und somit auf den Tiefststand der letzten sieben Jahre eingebrochen. Bei Motorrädern war ein Rückgang um 33,9 Prozent auf 20.484 Fahrzeuge und bei Mopeds und Rollern bis 50 Kubikzentimeter Hubraum ein Minus von 51 Prozent auf 12.092 Einheiten zu beklagen. Expertenschätzungen zufolge werden, ähnlich wie bereits im Krisenjahr 1992, in diesem Jahr allenfalls 600.000 Fahrzeuge ihren Erstbesitzer finden.

In den beiden Vorjahren waren noch Stückzahlen von 939.000 und 848.000 Einheiten erreicht worden. Einzig positiver Aspekt war bisher die Entwicklung bei Motorrädern, deren Absatz trotz des schlechten September-Ergebnisses (minus 17,9 Prozent) in den ersten neun Monaten um 2,1 Prozent gestiegen ist. Dazu hatten sowohl die Erfolge einheimischer Rennsportidole (Max Biagi, Valentino Rossi) als auch die Tatsache beigetragen, dass die erheblichen Prämienverteuerungen bei der Haftpflicht von diesem Kundensegment besser verkraftet wurden.

Branchenweit bemerkbar gemacht haben sich neben den US-Terroranschlägen auch das Auslaufen der staatlichen Verschrottungsprämie und die im September abgehaltene internationale Motorradausstellung (Eicma) in Mailand. (APA)

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