Bad News der jüngsten Zeit machten Schweizer depressiv

3. November 2001, 19:03
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"Blick" bringt gute Nachrichten, um gebeutelten Bürgern "Pause zu gönnen"

Zürich - Die Attentate in den USA, das Swissair-Debakel, der Amoklauf in Zug, das Gotthard-Unglück - dies alles schlägt den Schweizern aufs Gemüt. Jeder Vierte leidet unter leichteren oder schwereren Depressionen, berichtet die "SonntagsZeitung". Die Boulevardzeitung "Blick" druckte am Samstag fast nur gute Nachrichten, um den gebeutelten Bürgern eine Pause zu gönnen.

Wie die "SonntagsZeitung" am Samstag im Voraus mitteilte, wurde beim psychologischen Institut der Universität Basel eine Umfrage unter 1.000 Personen in Auftrag gegeben. Nach den Resultaten der Studie stieg die Zahl der leichteren Fälle von Depressionen im Vergleich zu einer ähnlichen Umfrage vor einem Jahr von acht auf 16 Prozent der Befragten. Eine schwere Depression stellten die Forschenden bei 9,4 Prozent der Untersuchten fest, eine Zunahme um rund die Hälfte. Für Jürgen Margraf, Leiter des Psychologischen Instituts, hängen diese Ergebnisse mit den Ereignissen der jüngsten Zeit zusammen.

Der "Blick" mit einer Auflage von über 300.000 Exemplaren fasste die schlechten Nachrichten auf einer halben Seite zusammen. Die Wucht der schlimmen Ereignisse in letzter Zeit habe das Glück aus den Spalten der Zeitungen gedrückt, schreibt der stellvertretende Chefredaktor, Werner de Schepper, auf der Titelseite. Mit dem Mutterglück der Skirennfahrerin Karin Rothen Meier auf der Titelseite unterstreicht die Zeitung ihre "Demonstration für das Leben". Eine Umfrage unter Schweizer Prominenten über ihr Glücksgefühl folgt auf den nächsten Seiten. (APA/sda)

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    foto:epa/flueller
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