"Kursk" Neue Hinweise auf Ursache des Untergangs

4. November 2001, 14:00
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Russischer Generalstaatsanwalt schließt Kollision aus

Moskau - Der Untergang des russischen Atom-U-Boots "Kursk" ist nach russischen Angaben doch nicht auf einen Zusammenstoß mit einem ausländischen U-Boot zurückzuführen. "Wir haben keinen einzigen derartigen Hinweis", wurde Generalstaatsanwalt Wladimir Ustinow am Samstag von der russischen Nachrichtenagentur Interfax zitiert. Ustinow erklärte, die Ermittlungen am Wrack der "Kursk" deuteten darauf hin, dass das U-Boot nach einer zweiten Explosion gesunken sei.

"Wir denken, dass es sich bei der ersten Explosion um die Detonation eines Torpedos handelte", sagte er. Diese wiederum habe zur Explosion der im Bug untergebrachten Munition geführt. In den ersten Wochen nach dem Unglück am 12. August 2000, bei dem alle 118 Besatzungsmitglieder starben, war in Moskau des öfteren die Ansicht vertreten worden, die "Kursk" sei von einem ausländischen U-Boot gerammt worden.

Das Wrack liegt nach der Bergung vom Grund der Barentssee seit einer Woche auf einem Trockendock. Bis Samstag wurden 55 Leichen geborgen und 47 davon identifiziert. Zwölf weitere Leichen wurden bereits im vergangenen Jahr von Tauchern geborgen. (APA/AP)

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