USA und Russland verstärken Kooperation

3. November 2001, 14:58
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Rumsfeld und Putin nach Treffen in Moskau Schulter an Schulter

Moskau - Die USA und Russland wollen gemeinsam verhindern, dass Massenvernichtungswaffen in die Hände von Terroristen fallen. Das sagte US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld am Samstag in Moskau nach einem Treffen mit seinem russischen Kollegen Sergej Iwanow. Rumsfeld begann in der russischen Hauptstadt eine viertägige Tour durch fünf Länder zur Festigung der Anti-Terror-Koalition. Wenige Tage vor dem USA-Besuch des russischen Präsidenten Wladimir Putin hat Russland außerdem zum ersten Mal angedeutet, dass der ABM-Rüstungskontrollvertrag von 1972 nicht mehr zeitgemäß sei.

"Der mögliche Zugang von Terroristen zu Massenvernichtungswaffen wird zu einem immer wichtigeren Problem", sagte Rumsfeld nach Angaben der Agentur Itar-Tass. "Hier ist breiter Raum für eine Zusammenarbeit Russlands und der USA." Der Pentagon-Chef traf auch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zusammen. Der russische Präsident würdigte dabei das gewachsene Vertrauen zwischen den Sicherheitsbehörden beider Länder. "Das ist ein wichtiger Aspekt der Zusammenarbeit, denn er schafft die notwendige Atmosphäre für die Entwicklung der Zusammenarbeit auch in anderen Bereichen", sagte Putin nach Angaben der Agentur Itar-Tass.

Iwanow betonte die enge Abstimmung und Kooperation mit den USA im Kampf gegen den internationalen Terrorismus und die Taliban-Führung. Er wiederholte aber die Moskauer Position, dass Russland sich nicht militärisch an dem Einsatz gegen Afghanistan beteiligen werde. "Niemand hat Russland darum gebeten", sagte er.(APA/dpa)

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