Italien: Mangelnde Kochkünste führen zur Scheidung

3. November 2001, 11:30
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Die Untreue sei es immer weniger

Rom - Im Feinschmeckerparadies Italien sind schwache Kochkünste der Ehefrau Ursache für 30 Prozent der Scheidungen. Dies geht aus einer Studie der Eheberaterin Marianna De Cinque hervor, die Hunderte von Scheidungsfällen überprüft hat. Demnach spiele das mangelnde Interesse der Frau in der Zubereitung der Mahlzeiten eine wichtige Rolle bei der Trennung.

"Das Essen ist ein Symbol der emotionalen Aufmerksamkeit des Partners, das auch erotischen Inhalt hat", erklärte die Expertin. Daher spiele das Kochen immer noch so eine große Rolle in der Ehe.

Während Konflikte wegen der Qualität der Mahlzeiten immer öfter ausbrechen, sinkt die Rate der Ehen, die wegen der Untreue eines der beiden Partner scheitern. Laut der Studie reichen nur 28 Prozent der italienischen Frauen die Scheidung ein weil sie einen Seitensprung des Ehemanns entdeckt haben. Vor 15 Jahren war Untreue noch in 70 Prozent aller Fälle die Ursache gewesen. Auch die Männer scheinen toleranter geworden zu sein. Nur 37 Prozent lassen sich wegen eines Seitensprungs ihrer Frau scheiden. Vor 15 Jahren waren es noch 78 Prozent.

Die Paare seien immer älter und würden die Ehe oft als ein kleines Unternehmen betrachten. "Bevor man ein gut funktionierendes Unternehmen auflöst, überlegt man es sich oft". (APA)

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