Die Fortführung von Rassismus ist ... "Spezieismus"

3. November 2001, 20:00
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Eine lebhafte UserInnen-Diskussion über Tierrechte, Anthropozentrismus und vegetarische Ernährung

Bei uns gelten Begriffe wie "Tierrechte" oder "Spezieismus" noch weitgehend als exotisch, in den USA ist das öffentliche Nachdenken über die Stellung des Menschen auf dem Planeten Erde und über die Legitimation seiner Handlungsweise gegenüber seinen Mitgeschöpfen dagegen be- und geachteter Lehrstoff an den Universitäten.

Einer der Pioniere eines nicht anthropozentrischen Denkansatzes kam nach Österreich: Schon 1983 brachte Tom Regan in seinem Buch "The Case of Animal Rights" die wesentlichen Themen der Tierrechtsbewegung auf den Punkt. Das Buch wird im nächsten Jahr auf Deutsch erscheinen.

Regan: "Die anderen Tiere, die von Menschen gegessen, in der Wissenschaft benutzt, gejagt, gefangen und auf vielerlei andere Art und Weise ausgebeutet werden, führen ein eigenes Leben, welches für sie von Bedeutung ist, unabhängig von ihrer Nützlichkeit für uns. Sie sind nicht nur in dieser Welt, sie sind sich auch dessen bewusst. Und was ihnen widerfährt, ist wichtig für sie. Jedes Tier hat ein Leben, und dieses Leben kann besser oder schlechter sein. Die Tiere sind nicht unsere ,Werkzeuge', nicht unsere ,Modelle', nicht unsere ,Ressourcen', nicht unsere ,Waren'. Sie gehören ,uns' nicht. Sie sind, wie wir, jemand, nicht etwas. Und so muss die Ethik unseres Umgangs mit ihnen auf denselben moralischen Prinzipien beruhen wie die Ethik unseres Umgangs mit Menschen." (ad, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 3./4. 11. 2001)

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