Bin-Laden-Netzwerk soll sich sich durch Diamantenschmuggel finanzieren

2. November 2001, 18:01
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Schwarzhandel seit Juli dramatisch gestiegen

Washington - Die Organisation El Kaida des mutmaßlichen Terroristenführers Osama bin Laden hat nach Geheimdiensterkenntnissen Millionen-Dollar-Beträge durch das Schmuggeln von Diamanten verdient. El-Kaida-Mitglieder hätten seit 1998 Rebellengruppen in Sierra Leone die Edelsteine abgekauft, diese außer Landes geschmuggelt und in Europa mit großem Gewinn wieder verkauft, berichtete die "Washington Post" am Freitag unter Berufung auf europäische und US-Geheimdienstmitarbeiter. Seit Juli dieses Jahres sei der Schwarzhandel mit Diamanten dramatisch gestiegen.

Dem Bericht zufolge schließen die Ermittler daraus, dass das Bin-Laden-Netzwerk mit dem Einfrieren seiner Konten nach den Terroranschlägen vom 11. September gerechnet hatte. In den vergangenen drei Jahren habe die Organisation an dem Schmuggel vermutlich Millionenbeträge verdient. Laut "Washington Post" war die Verbindung zwischen El Kaida und der Rebellenorganisation in Sierra Leone, Vereinigte Revolutionäre Front (RUF), im September 1998 aufgedeckt geworden. (APA)

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