Tropensturm "Michelle" wurde Hurrikan

2. November 2001, 17:42
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Kuba und und das südliche Florida bedroht

Tegucigalpa/Buenos Aires - Der Tropensturm "Michelle" hat sich nach den in Honduras und Nicaragua angerichteten Zerstörungen in einen Hurrikan verwandelt und bedroht Kuba und das südliche Florida. Die Lage in Honduras, Nicaragua und Costa Rica hat sich hingegen entspannt. Insgesamt waren mindestens zehn Menschen bei den Unwettern ums Leben gekommen. Weitere 26 Personen galten als vermisst, Zehntausende wurden obdachlos.

"Michelle" habe an Kraft gewonnen, und die Windgeschwindigkeit betrage bereits 120 Kilometer pro Stunde, teilten die Behörden weiter mit. Der Hurrikan bewege sich relativ langsam mit einer Geschwindigkeit von sechs Kilometern pro Stunde Richtung Norden und befinde sich etwa 450 Kilometer südöstlich von Kuba.

Verwüstungen in Honduras

Am schlimmsten hatte "Michelle" im Norden von Honduras gewütet. Die Region war erst vor genau drei Jahren von dem verheerenden Hurrikan "Mitch" heimgesucht worden. Dort wurden sechs Tote und 14 Vermisste gezählt. Weitere 22.000 Menschen seien durch das Hochwasser geschädigt worden. Aus dem Nordosten Nicaraguas wurden vier Tote, zwölf Vermisste und mehr als 5.600 Evakuierte gemeldet.

Die honduranische Regierung hat in dieser Woche des dritten Jahrestages des Hurrikans "Mitch" gedacht, der Ende Oktober 1998 Honduras und mehre Nachbarländer heimgesucht hatte. Damals waren alleine in Honduras 5.657 Tote und 8.058 Vermisste registriert worden. (APA/dpa)

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