Mehr als 100.000 Afghanen seit September nach Pakistan geflohen

2. November 2001, 14:49
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UNHCR: Genaue Zahlen schwer zu ermitteln

Genf - Seit den Terroranschlägen in den USA am 11. September sind mehr als 100.000 Menschen aus Afghanistan nach Pakistan geflüchtet. Diese Schätzung gab am Freitag der Sprecher des Flüchtlingshochkommissariats der Vereinten Nationen (UNHCR), Ron Redmond, in Genf bekannt. Genaue Zahlen seien schwierig zu ermitteln, weil es mehr als 300 offizielle Grenzübergänge und zahlreiche unbewachte Fußwege über die Berge gebe. Die Grenze ist offiziell geschlossen.

In Peshawar und Umgebung seien es etwa 65.000 gewesen, wie eine Zählung zwischen dem 17. und 25. Oktober ergeben habe. Unklar sei auch, wie viele von den Grenzgängern Flüchtlinge und welche von ihnen Schmuggler oder Händler seien. Die Region war kürzlich vom UNHCR-Chef Ruud Lubbers, dem ehemaligen niederländischen Premier, besucht worden. Er hatte dabei erneut die Öffnung der Grenzen für die Hilfesuchenden gefordert. (APA/dpa)

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