Banken finanzieren RHI-Sanierung

2. November 2001, 14:22
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Verkäufe und Fabriksschließungen in den USA - Aktie auf neuem Rekordtief

Wien - Die Banken finanzieren den laufenden Sanierungsplan der RHI. Mit der jüngsten Erweiterung der Kreditrahmen bzw. neuen Rückzahlungsvereinbarungen für den Feuerfestkonzern sei mit Bankenhilfe der Liquiditätsrahmen bis Mitte des kommenden Jahres gesichert, hieß es aus Gläubigerbankenkreisen am Freitag. Man habe entsprechende Vereinbarungen getroffen. RHI müsse nun freilich "Nordamerika abarbeiten", was nicht nur Verkäufe, sondern auch Fabriksschließungen in den USA bedeuten könnte. Auch den unmittelbar bevorstehenden Verkauf der Dämmstoffsparte Heraklith würden Austro-Banken mitfinanzieren, hieß es weiter.

Schwer verschuldet

RHI ist wie berichtet seit der Übernahme des US-Feuerfestproduzenten Harbison Walker/GIT bei den Banken - allen voran Bank Austria, Erste Bank, Raiffeisen Zentralbank - mit mehr als 12 Mrd. S (872 Mill. Euro) verschuldet. Mit dem Heraklith-Verkauf, der in den nächsten Wochen über die Bühne gehen soll, soll die Finanzsituation verbessert werden.

Abgesehen von der "Baustelle" in den USA verdiene der RHI-Konzern in Europa und Asien ganz gut, meint man bei den Kreditgebern. RHI habe bei Feuerfestprodukten 18 Prozent Weltmarkt-Anteil, was ja "nicht schwach" sei.

Aktie auf Rekordtief

An der Wiener Börse markierte die RHI-Aktie am Freitag mit 5,4 Euro ein neues Rekordtief auf Verlaufsbasis. Bis zum frühen Nachmittag verlor der Titel knapp mehr als 8 Prozent. Seit Jahresbeginn büßte der Wert schon mehr als 70 Prozent ein. (APA)

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